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Trinkwasser auf Legionellen prüfen?

 ( News vom 30.01.13 )

Informierten über die novellierte Trinkwasserverordnung: Die Vorsitzenden von Haus & Grund Rhön, Marco Rausch und Dr. Sylke Wagner, mit Sylke Holtz, Annette Wagner und Dr. Ulrike Technow vom Quant-Labor Fulda (von links).

Informierten über die novellierte Trinkwasserverordnung:
Die Vorsitzenden von Haus & Grund Rhön, Marco Rausch
und Dr. Sylke Wagner, mit Sylke Holtz, Annette Wagner
und Dr. Ulrike Technow vom Quant-Labor Fulda (von links).

30 Gäste bei Informationsveranstaltung von Haus & Grund Rhön e.V. und dem Quant-Labor

Fulda
. Die Prüfpflicht wurde ausgeweitet: Mussten bislang nur öffentliche Einrichtungen ihr Trinkwasser auf Legionellen untersuchen lassen, trifft dies jetzt auch auf gewerbliche Objekte, wie beispielsweise vermietete Wohnungen, zu. Wer genau von der Prüfpflicht betroffen ist, von wem die Trinkwasserproben entnommen werden und was es bei einer Überschreitung der Grenzwerte zu beachten gilt, wurde anlässlich eines Infoabends von Haus & Grund Rhön und dem Quant-Labor Fulda erörtert. 


Durch belastetes Trinkwasser können zum Teil tödlich verlaufende Krankheiten ausgelöst werden.
Ökotrophologin Sylke Holtz erklärte den 30 Gästen: „Legionellen werden über die Lunge aufgenommen, beispielsweise über den Duschnebel. In Deutschland erkranken rund 600 Menschen jährlich an Legionellose, wobei die Dunkelziffer auf 20.000 Fälle geschätzt wird. Die Sterblichkeitsrate liegt bei ca. 10%.“ Um diesen Gefahren vorzubeugen, steht bei der bereits zum zweiten Mal novellierten Verordnung der Gesundheitsschutz im Fokus.

Bei vermietetem Wohnungen müssen alle Großanlagen zur Trinkwassererwärmung mit einem Inhalt von mehr als 400 Litern oder einem Inhalt von mehr als 3 Litern in mindestens einer Rohrleitung zwischen Abgang des Trinkwassererwärmers und Entnahmestelle (nicht berücksichtigt wird der Inhalt einer Zirkulationsleitung) überprüft werden. Entsprechende Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern zählen nicht zu Großanlagen zur Trinkwassererwärmung und sind von der Untersuchungspflicht ausgenommen. „Bei einer Überschreitung der zulässigen Grenzwerte ist das Gesundheitsamt zu informieren“, erläuterte Lebensmitteltechnologin Annette Wagner. Von den Gästen gab es zu diesem Thema vielfältige Anregungen: So erkundigten sich die Hauseigentümer etwa nach den Folgen bei einer zu hohen Legionellenbelastung. Die Mitarbeiterin des Quant-Labors informierte zudem über die genaue Vorgehensweise bei Probeentnahmen zeigt die Grenzwerte für die jeweiligen Wasserleitungsmaterialien, wie beispielsweise Kupfer, auf. 

Für die Überprüfung eines Dreifamilienhauses sind etwa vier Proben erforderlich. Die Kosten belaufen sich dabei auf rund 150 Euro. „Für Hauseigentümer ist dies eine zusätzliche finanzielle Belastung“, erklärt Dr. Sylke Wagner, 1. Vorsitzende von Haus & Grund Rhön. Für Vermieter seien juristisch korrekte Formulierungen daher äußerst wichtig: „Grundsätzlich muss der Betreiber einer Immobilie für die Kosten aufkommen. Bei einer entsprechenden Regelung im Mietvertrag können diese als Betriebskosten auf die Mieters umgelegt werden.“
Bis zum 31. Dezember 2013 müssen die betroffenen Gebäudebesitzer die Untersuchung erstmals vornehmen und alle drei Jahre wiederholen lassen.


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